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Clos du Clocher - Pomerol - JB Audy

CHÂTEAU

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WEIN

DIE VERRÜCKTEN 20ER JAHRE Diese Nachkriegsjahre gingen als eine Zeit der tiefgründigen Erneuerung des architektonischen und künstlerischen Denkens in die Geschichte ein. Pomerol erlebte eine echte kulturelle Revolution: neue Eigentümer, neue Ideen, neue Zielsetzungen. Jean-Baptiste Audy verliebte sich 1924 in dieses Weinbaugebiet und erwarb am Fuße der Kirche wunderschöne Parzellen, aus denen er den „Clos du Clocher“ machte. Es folgte ein Lernprozess, um das zu bearbeiten, was die Natur gegeben hatte. NEUBEGINN Ein knappes Jahrhundert später ist die starke Persönlichkeit dieses Weins ein Geheimnis geblieben, das nur wenige Eingeweihte miteinander teilen. Für sie wollte Jean-Baptiste Bourotte einen intimen Ort mitten in den Weinbergen schaffen, um dieses Geheimnis zu enthüllen: 2009 wurde daher das Architektenbüro Fabre de Marien damit beauftragt, dem Clos du Clocher in Harmonie mit den ihn umgebenden Weinbergen eine neue Vitrine zu bauen. Geplante Fertigstellung: Frühling 2011.

PERFEKTE SYMBIOSE Auch wenn ganz Pomerol für sein Terroir bekannt ist, so besitzen nur wenige Châteaus Parzellen mit dem berühmten Schieferton. Auf dem Clos du Clocher sowie auf den Châteaus Pétrus, Le Pin, La Conseillante und Vieux Château Certan verbindet ein „natürlicher Vertrag“ die Reben mit ihrem Terroir und fördert die Reife und die hohe Aromenkomplexität der Trauben. EIN HAUCH ORIGINALITÄT Im Herzen des Plateaus von Pomerol gelegen, besteht der Clos du Clocher aus drei Parzellen mit einer Gesamtfläche von 4,60 ha. Der Merlot nimmt hier natürlich eine bevorzugte Stellung ein, doch seit Langem verleihen 30 % Cabernet Franc von sehr alten Reben der endgültigen Assemblage einen besonderen Charakter. KEIN PLATZ FÜR ZUFALL In den Weinbergen zielt alles – der manuelle Rebschnitt, die Entlaubung und das Ausgeizen, die naturnahe Bekämpfung von Krankheiten und die geringen, Rebe für Rebe berechneten Erträge – auf das natürliche Gleichgewicht der Pflanze ab, wobei den drei Hektaren von 1957 besondere Aufmerksamkeit zukommt. Es folgen die manuelle Lese in kleinen Behältern sowie eine doppelte Sortierung vor und nach dem Abbeeren.

NACH UND NACH ... Der für die Region so typische Weinkeller aus Zement eignet sich hervorragend für die Vinifizierung sehr kleiner Volumen und passt sich perfekt an die spezifischen Merkmale jeder Parzelle an. Wie beim Kochen bei niedriger Temperatur lassen wir auf dem Clos du Clocher jedem Saft die Zeit, die er benötigt, um seiner Rasse Ausdruck zu verleihen. DER WEIN ENTWICKELT SICH Auch jedes Fass trägt zum Gesamtwerk bei. Da ein Großteil der malolaktischen Gärungen sowie der achtzehnmonatige Ausbau in ihnen stattfinden, müssen sie sorgfältig ausgewählt und bearbeitet werden, zunächst vom Küfer und anschließend vom Kellerteam. DIE STUNDE DER AUSWAHL Wenn jede „Zutat“ auch lange Zeit geduldig ihren eigenen Weg geht, so kommt doch schließlich der Zeitpunkt, zu dem es gilt, dem Ganzen Persönlichkeit zu verleihen. Die Assemblagen, über die das Team des Clos du Clocher in Übereinstimmung mit Michel Rolland und Christian Veyry, zwei angesehenen Bordelaiser Önologen, entscheidet, bestimmen definitiv die Struktur und die Aromenpalette der Weine.

Der Clos du Clocher ist ein einzigartiger Wein, ein Wein für Kenner auf der Suche nach Originalität und Charakterstärke. Natürlich sind Vollmundigkeit und Kraft vorhanden, sie stellen jedoch hauptsächlich die Rasse und die Mineralität des Weins in den Vordergrund. Die Diskretion, man könnte fast sagen die Strenge der Aromen in seiner frühesten Jugend (2-5 Jahre), machen einer enormen Komplexität Platz: Merlot-Aromen von dunklen Früchten und Veilchen (6-10 Jahre), aber auch Gewürze, Menthol und Tabak (12-20 Jahre) sowie die erstaunliche Frische des Cabernet Franc machen ihn zu einem zeitlosen Wein.

„Ein sagenhaftes Terroir“ Robert Parker „Außerordentlich rassige Weine“

Vinum „Unbedingt zu beobachten!“

Jancis Robinson

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